Archiv für Juli 2008

25
Jul
08

Good Bye Adam House, Hello Pampa

Letzten Freitag mussten wir uns von Toronto verabschieden und sind umgezogen nach Moffat. Dort hat die Liebenzell Mission Canada ihren Hauptsitz. Wir wohnen dort in einer wunderschönen Idylle mit einem Megagroßen Esszimmer und ohne Internet ;-) Tagsüber sind wir in Milton, eine „Stadt“ oder besser gesagt großes Dorf mit 50.000 Einwohnern. Wir helfen dort in einer Gemeinde bei einer Kinderbibelwoche. Diese ist heute auch schon wieder vorbei und gerade essen wir zu Mittag. Ich muss halt versuchen alles mit dem Internet zu erledigen, während wir in Milton sind, ist nicht so ganz einfach. Man muss nämlich planen!

Was das planen angeht, siehts hier sehr ereignisorientiert aus. Eigentlich wird hier deutsch gesagt nix geplant. Aber das ist, wie die Kanadier sind. (Ohje dieser Satz ist schrecklich englisch, aber das passiert ab und zu, dass man von Englisch auf Deutsch übersetzt und dann hört es sich halt etwas komisch an…) Es geht hier allgemein nicht immer um die Effizient einer Arbeit im Sinne von dem Ergebnis das rauskommt, sondern um den Menschen. Selbst im „normalen“ Arbeitsleben ist es common eher mal ein Kaffepäuschen zu machen, als immer durch zu arbeiten. Schwätzen und Kontakte mit seinem Umfeld werden hier viel mehr geschätzt.

So das war dann auch schon alles, wofür ich gerade Zeit habe, heute Mittag müssen wir packen und Wäsche waschen, da wir morgen nach New York fahren; mit dem Auto! In Deutschland würde man für die Entfernung vielleicht 4 Stunden brauchen, hier ist es mindestens doppelt so lang. Wir gehen in New York auf eine Freizeit von der Gemeinde mit der wir die Kinderbibelwoche machen. Mal schaun, was auf uns zukommt?!

Sorry, dass es momentan noch keine Bilder gibt, aber da drück ich mich grad noch davor. Ich bin fleißig am fotografieren, wir waren letzt auch bei den Niagarafällen, hab auch ein Video gemacht. Also habt Geduld, spätestens nach New York kommen bilder (also in ner Woche).

Meine Drinkempfehlung im Tim Horton´s mittlerweile ist Iced Cappuchino. Das ist weder süß, noch verbrennt man sich den Mund. Ich werd´s vermissen…

09
Jul
08

Welcher Tag ist heute?

Naja, nun weiß ich, dass Mittwoch ist. Aber heute Mittag wusste ich es echt mal nicht. Die Zeit vergeht hier wie im Flug.

Seit Montag arbeiten wir im Adams House (Das ist ein Haus, in dem Asylanten die ersten Wochen wohnen; wir arbeiten dort nächste Woche auch noch). In Kanada gibts viele Einwanderer bzw. Leute, die Asyl beantragen. Hier heißt das dann Refugee. Einen Fall, den ich schon öfters kennengelernt hab (also Menschen, mit dieser Geschichte) ist, dass Leute aus einem „nicht-westlichen“ Land in der EU (England) studieren oder eine Weile im westlichen Ausland verbringen und dann auf Grund eines „brain-washings“ oder eben Problemen im Heimatland nicht mehr in ihr Heimatland zurück können. Ihr Studentenvisum in England ist dann natürlich schon abgelaufen… etwas kompliziert. Das war die kurze Version.

Das ist schon krass, wenn Leute als Flüchtlinge kommen und Jura studiert haben. Ist nicht unbedingt unser Bild von einem Flüchtling.

Was unsere Arbeit dort angeht, machen wir ziemlich viel Renovierungszeug. Wenn sich aber eine Gelegenheit für ein Gespräch mit den Leuten dort ergibt, ziehe ich das natürlich vor. Es ist einfach echt interessant, was sie alles zu erzählen haben. Außerdem gewöhnt man sich an die verschiedensten Dialekte. One Language, Many Voices!

Letztes Wochenende waren wir noch in Chinatown, chinesisch essen. Dazu muss man sagen, dass es schon anders ist, dort chinesisch zu essen. Es ist halt einfach chinesischer und nicht so kommerziell wie in Deutschland. Deshalb ist das geschmackliche Erlebnis dort auch umso interessanter…

Ein Tipp noch für alle, die mal in die Staaten wollen oder nach Kanada. Trinkt niemals beim Tim Horton`s einen French Vanilla mit Flavour Shot Haselnuss. Das ist Capucchino mit Haselnusssirup. So eklig. Viel zu süß!

03
Jul
08

DIE ERSTEN TAGE

So nun noch ein Paar Informationen zur Stadt.

  • Heute waren wir auf Toronto Island, wobei das hier Torono heißt. Es ist generell wirklich einfach Kanadier zu verstehen, jedoch besteht Toronto zum Großteil nicht aus Kanadiern. Vor allem nicht da, wo ich wohne. Gestern zb. waren die Jungs Fußball spielen auf so nem Fußballplatz in der Nachbarschaft. Sie waren die einzigsten Weißen auf dem Platz. Bei dem Fußballplatz hab ich einen getroffen, der aus Äthiopien ist. Hier fängts schon an mit den Sprachschwierigkeiten. Klar, ich hab ihn schon verstanden, aber er musste oft wiederholen, was er arbeitet usw… Das ist hier oft so, dass zwar jeder Englisch spricht, aber die Leute auf der Straße haben alle ihr eigenes Englisch, je nach dem welche ethnische Gruppe. Dieser Mann, dessen Name ich übrigends nicht weiß (ist auch nicht so wichtig) wollte auch mal nach Deutschland, hat aber nicht geklappt. Wie selbstverständlich hat er mir dann erzählt, dass er dann halt wieder nach Italien zurück ist und es in der Schweiz probiert hat. Hat dann wohl auch nicht geklappt. Und so ist er in Kandada gelandet.
  • Allgemein sieht man hier ziemlich viel verschiedene Leute, was ja klar ist. Toronto ist eine der mulitkulturellsten Städte.
  • Nun zurück zu Toronto Island. Ist echt ne schöne Insel, vor allem wenn man so klug ist und mit nem Schülerausweis die Fähre bezahlt. Es sieht dort eigentlich aus wie in so nem Park beim Killesberg in Stuttgart, nur dass man nach 10 Minuten laufen den See sieht. Überall fliegen Möwen rum und man kann solche Fahrräder ausleihen. Auf so einem Steg haben wir so Paar Koreaner getroffen (sie sahen zumindest wie Koreaner aus), dabei gibts nichts besonderes, hier gibt es viele Asiaten aber deren Kind hatte etwas spezielle Schuhe an. Bei uns in D gibt es ja so Blinkschuhe, die blinken, wenn man läuft. Dieses asiatische Kind hatte aber keine Blinkschuhe sondern Quietschschuhe! Einfach schrecklich. Bei jedem Schritt hat das Kind gequietscht. Ich hab mich weggeschmissen vor lachen. Es ging einfach nicht anderst. So wies aussieht kann man sich dort auch ein Haus kaufen, also auf der Insel. Im Winter ist es auf der Insel bestimmt nicht so angenehm, vor allem mit dem Schneeschippen.

Ansonsten haben wir in den letzten Tagen so ne Art Einführung in die Arbeit der Liebenzeller Mission Canada gekriegt. Lory und Jakob sind die, die uns alles mögliche erzählen, was man hier wissen muss. Wir sind wirklich froh über die beiden, außerdem sprechen sie ein sehr gutes Englisch. Lorys Vater ist Lehrer und gleichzeitig Brite :-) .

02
Jul
08

Angekommen!

Wow!

Wir sind gerade mal (nicht einmal) eine Stunde in unserem Apartment und schon hab ich Internet (sogar ne bessere Verbindung als zu Hause)! Das ist echt der Wahnsinn!

Ansonsten ist eigentlich alles echt gut verlaufen! Was das Programm angeht hat sich geändert, dass wir jetzt schon in Toronto sind und die Orientation hier haben.

Temperatur hier ist 24°C. Ganz angenehm.

Wies hier aussieht, kommt dann morgen. Wir werden heute noch nen Spaziergang machen.